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Identität bewahren
Brünen mit Marienthal, Dingden, Hamminkeln, Loikum, Mehrhoog, Ringenberg und Wertherbruch – unsere Stadt wird geprägt durch den dörflichen Charakter ihrer Ortsteile.
Mir ist es wichtig, die Besonderheiten und Identitäten aller Ortsteile zu erhalten, das Miteinander in den Nachbarschaften, Gruppen und Vereinen zu stärken und das Ehrenamt zu unterstützen.
Denn gerade das starke ehrenamtliche Engagement bei uns in Hamminkeln mit seinen Ortsteilen hat große Wirkung und ist unbedingt wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Ehrenamt übernimmt unzählige und unschätzbar wichtige Aufgaben für unsere Gemeinschaft, die hauptamtlich gar nicht durchführ- und finanzierbar wären. Zugleich wird mein Fokus als Bürgermeister auch auf der gesamtstädtischen Entwicklung liegen.
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Bildung fördern
Für mich ist eine starke und zukunftsfähige Bildungslandschaft unverzichtbar. Vorrangige Ziele sind für mich die anstehende Anpassung der Grundschulen in Dingden und Wertherbruch für zukünftige Anforderungen, die Nachnutzung der ehemaligen Grundschule in Hamminkeln als Sechs-Gruppen-KiTa und der Erhalt der Förderschule des Neuenkirchener Erziehungsvereins in Ringenberg.
Die Gesamtschule als einzige weiterführende Schule in Hamminkeln mit dem Angebot des Abiturs vor Ort muss auch zukünftig unter dem Gesichtspunkt der weitergehenden Digitalisierung anforderungsgerecht ausgestattet bleiben.


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Finanzen konsolidieren
Die Stadt Hamminkeln wird auch in nächster Zeit alle Anstrengungen unternehmen müssen, um finanziell handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehören insbesondere stabile Einnahmen. Ich möchte, dass die Stadt mehr Selbständigkeit in Sachen Strom-, Gas- und Wärmeversorgung, Grünpflege und Friedhofsarbeiten sowie Müllentsorgung entwickelt. Die neu gegründeten Stadtwerke könnten als modernes Dienstleistungsunternehmen dazu einen Beitrag leisten sowohl im operativen Bereich als auch durch Ausschüttung von Erlösen in den kommunalen Haushalt.
Viel wesentlicher als die Diskussion über die Höhe von Hebesätzen erscheint mir das Herausstellen der Stärken und Chancen unserer Stadt, die das Leben hier unbedingt lebenswert machen. Es muss uns gelingen, mehr diese Vorteile in den Vordergrund zu stellen und Positivbotschaften mit den Kommunalfinanzen zu verbinden.
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Wirtschafts-standort Hamminkeln stärken
Der Branchenmix macht den Wirtschaftsstandort Hamminkeln aus. Neben einigen Großunternehmen und Marktführern sind es vor allem die Vielzahl von kleinen und mittleren Unternehmen, die als attraktive Arbeitgeber vor Ort Arbeitsplätze bereitstellen und einen stabilen Beitrag zur Finanzierung der Kommune beitragen.
Als Bürgermeister werde ich mich persönlich um die Belange der ansässigen Unternehmen kümmern und als erster Ansprechpartner eine Lotsenfunktion übernehmen. Die wenigen noch zur Erweiterung anstehenden Gewerbepotenzialflächen müssen kurz- bis mittelfristig gehoben werden, um neben den Neuansiedlungen auch den bestehenden Unternehmen Erweiterungsmöglichkeiten zu geben.


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Neue Energien ausbauen
Ich unterstütze ausdrücklich Projekte wie Bürger-Energie-Genossenschaften und die Nutzung von Nahwärme aus Biogasanlagen in heimischen Gebäuden, ob privat oder öffentlich. Auch die Beteiligung der Stadtwerke an Erneuerbare-Energie-Projekte werte ich als zukunftsweisend. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien sehe ich Windkraftanlagen und schwimmende Photovoltaik-Anlagen unbedingt als geeignet für alternative Energieerzeugungen.
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Besseres Klima schaffen
Klimapolitik muss vor Ort gemacht werden, denn hier wirken sich schließlich auch die Probleme des Klimawandels unmittelbar aus. Die Entsiegelung von Flächen trägt dazu bei, sich auf Starkregenereignisse besser einrichten zu können. Und ich möchte klimatisch wertvolle Wälder pflanzen, denn Hamminkeln ist waldarm. Kommunale Kleinparzellen, die derzeit als Acker oder Grünfläche genutzt werden, eignen sich hier besonders und dürfen schon deswegen nicht verkauft werden.


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Landwirtschaft fördern
Hamminkeln ist historisch überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Auch wenn kommunal nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der Einflussnahme in der Landwirtschaft bestehen, so ist es mir dennoch sehr wichtig, die bäuerlichen Strukturen zu erhalten. Da insbesondere gut ausgebaute Wirtschaftswege einen wichtigen Produktionsfaktor in der Landwirtschaft darstellen, möchte ich die Gründung eines Wirtschaftswege-Unterhaltungsverbandes wieder auf die Tagesordnung bringen, wenn sich hierfür eine deutliche Mehrheit der Betroffenen ausspricht.
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Bürgerbeteiligung ausweiten
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Bürgerbeteiligung. Hier stelle ich mir vor, dass anlassbezogen neben den üblichen Werkzeugen der Öffentlichkeitsbeteiligung, wie sie beispielsweise bei Bauleitplanverfahren eingesetzt werden, kurze Umfragen über die Homepage der Stadt durchgeführt werden, um für ausgewogene Entscheidungen des Rates entsprechende Indikationen zu bekommen. Beispielsweise könnten solche Umfragen eingesetzt werden für die Frage, ob das Wiegesystem auch auf Dauer weitergeführt werden soll. Ortsteils bezogen könnte z.B. ein Meinungsbild für den Ortsteil Dingden für die Frage zum Schulstandort abgefragt werden oder in den Ortsteilen Hamminkeln und Mehrhoog zur zukünftig gewünschten Nachnutzung der Grundschulen.


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Der Stadt Perspektive geben
Unsere Stadt muss für alle Generationen, insbesondere aber für junge Menschen lebenswert bleiben. Auf meiner Agenda stehen daher die Schaffung attraktiven Wohnraumes auch durch weitere Nachverdichtung, der Einsatz von Glasfasertechnologie, eine gute frühkindliche Versorgung, ein breit aufgestelltes Sport- und Freizeitangebot und nicht zuletzt die Sicherstellung einer guten Nahversorgung mit allen Dingen des täglichen Bedarfs – vom Bäcker bis zum Hausarzt. Brandschutz und Verkehrssicherheit stehen ebenfalls ganz oben auf meiner Prioritätenliste.

